5 Zeichen, dass euer Team gerade in der Storming-Phase steckt und was jetzt hilft
Konflikte, Frustration, unklare Rollen – klingt nach einem Problem. Ist es oft nur eine Phase. Wie ihr sie erkennt und überwindet.
Forming, Storming, Norming, Performing
Bruce Tuckmans Phasenmodell der Teamentwicklung aus dem Jahr 1965 ist über 60 Jahre alt – und aktueller denn je. Wer neu zusammenkommt, durchläuft zwangsläufig eine Phase der Reibung, bevor echte Zusammenarbeit möglich wird. Das ist kein Versagen – sondern ein Zeichen, dass das Team wächst.
Das Problem: Viele Teams stecken in der Storming-Phase fest, ohne es zu wissen. Oder sie versuchen, den Konflikt zu übergehen – und wundern sich, warum die Zusammenarbeit nie richtig in Fahrt kommt.
5 Zeichen, dass ihr gerade stormt
1. Meetings fühlen sich anstrengend an. Nicht weil die Themen komplex sind, sondern weil die Stimmung angespannt ist.
2. Informelle Gruppen bilden sich. Wenn das Team in Lager zerfällt, ist das ein klassisches Storming-Signal.
3. Rollen sind unklar. Wer entscheidet was? Doppelarbeit und Lücken entstehen, weil niemand wirklich weiß, was von ihm erwartet wird.
4. Feedback fühlt sich wie Kritik an. Jeder Hinweis wird persönlich genommen. Die Bereitschaft, Fehler zuzugeben, sinkt.
5. Die Energie ist hoch – aber ungerichtet. Viele Gespräche, wenig Ergebnisse.
Was jetzt hilft
Das Wichtigste: Die Phase benennen. Teams, die wissen, dass Reibung normal ist, gehen anders damit um als Teams, die glauben, etwas laufe grundsätzlich falsch. Ein offenes Gespräch über den aktuellen Teamzustand kann Wunder wirken.
Konkret helfen: klare Rollenklärung, explizit vereinbarte Kommunikationsregeln und strukturierte Formate für gemeinsame Reflexion. Teams brauchen in der Storming-Phase keinen Konflikttrainer – sie brauchen einen geschützten Raum, in dem ehrliches Gespräch möglich ist. Eine Retrospektive kann dabei ein guter Einstieg sein.

